13.06.2016 Presseinformation Langer Tag des Darms

Morbus was? Colitis wie?

An die 2.000 Interessierte und Betroffene aus Stadt und Land nutzten am Samstag den Langen Tag des Darms im Wiener MQ, um sich über Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen (CED), stressbedingte funktionelle Darmerkrankungen, Krebsvorsorge, Ernährung und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu informieren. Der Veranstalter darm plus setzte dabei auf Fachvorträge von Medizinern, Experten und Selbsthilfegruppen sowie interaktive Stationen – Darmgesundheit zum Erleben, Staunen und Begreifen.

Wien, 13. Juni 2016 – Obwohl bis zu 80.000 Österreicher an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Chrohn und Colitis ulcerosa leiden, ist das Wissen der heimischen Bevölkerung bis dato gering. Der Verein darm plus setzt mit der Veranstaltung „Langer Tag des Darms“ zum zweiten Mal ein kräftiges Zeichen und präsentierte ein umfassendes Angebot für Bewusstseinsbildung und Wissenstransfer rund um verschiedenste Fragen der Darmgesundheit. Neben der Wissensvermittlung ist es vor allem Ziel, Tabus rund um dieses sensible Thema aufzubrechen. Vereinspräsident A.o. Univ.-Prof. DI Dr. Harald Vogelsang ist die umfassende Information der Bevölkerung ein grundlegendes Anliegen: „Es bedarf einer gemeinsamen, interdisziplinären gesundheits- und sozialpolitischen Anstrengung, um österreichweit eine einheitliche Versorgungs- und Qualitätsstruktur sicherzustellen. „darm plus“ wird dazu als Plattform für Betroffene und Mediziner einen entscheidenden Beitrag durch Abhaltung des Langen Tages des Darms leisten.“

Darmgesundheit zum Erleben, Staunen und Begreifen An Hand eines 20 Meter langen Darmmodells, durch das ein interaktiver Informationsparcours führt, hatten Besucher die Möglichkeit, den Darm – im wahrsten Sinne des Wortes – selbst zu erkunden und dabei im Rahmen einer Führung Wissenswertes über seine Aufgaben sowie die wichtigsten Erkrankungen zu erfahren. Weiteres Highlight war die Lesung von Bloggerin, Autorin und Patientin Michaela Schara. In ihrem Buch „Briefe an Herrn Crohn: Tagebuch einer Betroffenen“ erzählt sie vom oftmals mühsamen Alltag mit der Krankheit. Mit ihren Texten und Cartoons, die in einer Galerie zu bestaunen waren, will Schara Betroffenen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Außerdem konnten Interessierte in die Rolle eines Gastroenterologen schlüpfen und an einer Koloskopie-Puppe üben, mit der auch an Universitäten im Rahmen des Medizinstudiums gearbeitet wird. Das soll Menschen die Angst vor der Untersuchung nehmen und Bewusstsein hinsichtlich Vorsorgeuntersuchungen schaffen. Zudem wurde gezeigt, wie man anhand eines einfachen und unkomplizierten Selbsttests Entzündungswerte im Stuhl ermitteln kann.

Weitere Informationen: www.darmplus.at

Hinweis für die Redaktionen: Im Pressecorner finden Sie weiteres Bildmaterial.

Folgende Unternehmen sind Basissponsoren des Vereins darm plus – CED-Initiative Österreich: AbbVie, Boehringer-Ingelheim, Danone, Germania, Institut Allergosan, Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien, MSD, Norgine, Takeda, Yakult

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